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Ja, das stimmt: Die Produktion, vor allem die Batterie, verursacht mehr CO₂ als bei einem Verbrenner. Das ist kein Geheimnis und wir reden es nicht schön. Die eigentliche Frage, die kaum jemand stellt: wie lange bleibt das eigentlich so?
Die üblichen Einwände gegen Elektroautos halten sich hartnäckig. Ein Reality-Check.
„E-Autos sind unbezahlbar.“
Der Kaufpreis ist oft höher, das stimmt. Rechnet man aber Energie, Wartung und Steuern über die ganze Haltedauer mit ein, liegen die Gesamtkosten bei vielen Modellen schon heute tiefer als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Ein Beispiel: der VW ID.3 gegen den VW Golf.
Und muss es wirklich ein neuer Wagen sein? Ein gebrauchtes Elektroauto ist meist noch einiges günstiger. Die Angst vor der kaputten Batterie ist dabei oft unbegründet: Du wirfst sie nicht nach ein paar tausend Kilometern weg. Die meisten Batterien fahren viele Jahre und viele Kilometer, ohne dass du eine spürbare Leistungsabnahme merkst.
„Der Strom kommt doch eh aus dem Kohlekraftwerk.“
Nicht in der Schweiz. Unser Strommix stammt zu weit über 90 % aus Wasser- und Kernkraft (~90 g CO₂/kWh) statt aus Kohle. Selbst mit dem deutlich schmutzigeren EU-Mix (~300 g/kWh) bleibt das E-Auto über die Lebensdauer im Vorteil. Glaubst du uns nicht? Stell die Annahmen oben rechts auf „EU-Mix“ und beobachte, was mit der Rechnung oben passiert.
„Die Reichweite reicht niemals für den Alltag.“
Die durchschnittliche Tagesdistanz pro Person in der Schweiz liegt bei rund 30 km (Quelle: BFS, Mikrozensus Mobilität und Verkehr). Moderne Elektroautos schaffen locker 300 bis 500 km pro Ladung, viele sogar mehr. Für 95 % aller Fahrten reicht das völlig. Nur bei Ausnahmen wie der grossen Ferienfahrt musst du wirklich planen.
„Die Batterie ist nach ein paar Jahren Schrott.“
Die meisten Hersteller geben rund 8 Jahre bzw. 160'000 km Garantie auf die Batterie. Danach ist sie selten „Schrott“: Recyclingquoten steigen laufend und ausgediente Batterien bekommen oft ein zweites Leben als stationärer Stromspeicher, bevor die Rohstoffe zurückgewonnen werden.
CO₂ und CHF sind nicht alles. Ein paar Effekte, die man erst merkt, wenn man umgestiegen ist.
Elektroautos stossen lokal keine Stickoxide oder Feinstaub aus dem Auspuff aus. Das ist ein direkter Vorteil für die Luftqualität in Städten.
Elektromotoren sind bei niedrigem Tempo deutlich leiser, was besonders im Stadtverkehr und nachts spürbar ist.
Wer nachts oder mit Solarstrom lädt, senkt seine CO₂-Bilanz und Kosten zusätzlich und entlastet das Netz tagsüber.